Ralf Klein Ein Tüft­ler aus Leiden­schaft, der lieber entschleu­nigt als beschleu­nigt.

Was den Verpa­ckungs­müll angeht, liegt Deutsch­land mit rund 215 Kilo­gramm pro Kopf weit über dem EU-Durch­schnitt. Leider. Dazu besteht ein großer Teil aus schwer trenn­ba­ren Verbund­ma­te­ria­lien. Beson­ders proble­ma­tisch sind Kordel­zug­beu­tel, weil Beutel, Kordel und Knoten fast immer aus unter­schied­li­chen Mate­ria­lien bestehen. Das Tolle: so ein System ist wieder­ver­schließ­bar und hält Lebens­mit­tel sehr lange frisch. Das Problem: nach­hal­ti­ges Recy­cling ist nahezu unmög­lich.

Probleme sind zum Lösen da: der Vako­pack-Weg

Seit Jahr­zehn­ten fertigt das Team um Ralf Klein hoch­wer­tige – und 100 % recy­cel­bare – Kordel­zug­beu­tel. Für Teebeu­tel, Watte­pads, tech­ni­sche Anwen­dun­gen und jetzt auch für den Bäcker Maurer. Das Credo: „Ein Beutel muss funk­tio­nie­ren und er muss zurück in den Kreis­lauf können.“ Was so selbst­ver­ständ­lich klingt, bedarf einer cleve­ren Heran­ge­hens­weise. Der „Trick“: den Beutel und den Kordel­zug aus einem Mate­rial ferti­gen. Damit das funk­tio­niert ist abso­lute Perfek­tion gefragt: die fängt an beim Füh­ren der Kordel, geht weiter beim Setzen des Knotens bis hin zum Verschlie­ßen. Milli­me­ter entschei­den, ob die Idee aufgeht.

Die Maschi­nen gibt’s nicht? Dann werden sie halt gebaut!

Wenn der Markt keine Anla­gen bietet, die den gewünsch­ten Anfor­de­run­gen gerecht werden, schlägt die Stunde von Ralf Klein. Und er baut die benö­tig­ten Maschi­nen einfach selbst. So sind alle Anla­gen in seiner Halle Eigen­ent­wick­lun­gen. Entstan­den aus einer einfa­chen und tech­ni­schen wie mensch­li­chen Über­zeu­gung: „Eine Maschine muss verste­hen, was das Mate­rial braucht.“ Gedacht wird also nicht vom Unter­neh­men her, sondern von der notwen­di­gen Lösung.

Jede Bewe­gung, jede Span­nung, jeder Knoten ist exakt aufein­an­der abge­stimmt. „Neun­und­neun­zig Prozent reichen nicht. Ein Beutel muss hundert­pro­zen­tig sein, sonst ist er nicht von uns“, sagt Klein. Dieser kompro­miss­lose Anspruch macht Vako­pack zu einem der weni­gen Herstel­ler, die echte Mono­ma­te­rial- Kordel­zug­beu­tel produ­zie­ren können: voll­stän­dig recy­cel­bar, tech­nisch sauber und wieder­hol­ge­nau.

Ein Camper, der zu neuen Ideen führt Nicht nur eigene Maschi­nen stehen in Kleins Produk­ti­ons­halle: Zwischen Werk­zeu­gen und Mate­ri­al­bah­nen findet sich auch sein gelieb­ter Hymer-Camper. Und er ist mehr als ein komfor­ta­bles Gefährt. Er ist ein wert­vol­ler Rück­zugs­ort. In ihm entste­hen Skiz­zen und neue Wege. Hier kommen ihm jene Ideen, die später in Metall, Bewe­gung und präzise Knoten über­setzt werden.

„Alles unter hundert Prozent ist Basteln, nicht Maschine.“
Ralf Klein

Zwei, die das „Ohne“ verste­hen

Die Verbin­dung zum Bäcker Maurer begann nicht erst in der Produk­tion der Beutel, sondern im Alltag: Ralf Klein ist seit 40 Jahren Vermie­ter vom Bäcker Maurer Bäcke­rei-Café am Danzi­ger Platz in den Waib­lin­ger Rinnenä­ckern. In eini­gen Gesprä­chen mit Tobias Maurer erzählte er gern von seinen Quali­täts­beu­teln, seiner Tüf­te­lei und seinem Anspruch, Dinge rich­tig zu machen.

Als Tobias Maurer eine passende Verpa­ckung für das „Getrei­de­freie“ suchte, unser Brot ohne Getrei­de­mehl, erin­nerte er sich an die Worte von Klein: Wer Beutel mit so beson­de­ren Ansprüchen herstellt, der kann auch die passende Verpa­ckung für unser „beson­ders­tes Brot“ schaf­fen. 

Der neue Getrei­de­frei-Beutel ist nun exakt so eine Mono­ma­te­rial-Lösung, die Vako­pack entwi­ckelt hat. 100 % recy­cel­bar für 100 % Getrei­de­frei. Nicht nur gut halt­bar und gut wieder verschließ­bar, sondern sogar mit Erst­öff­nungs-Garan­tie!

Nicht die schnellste Lösung zählt, sondern die beste. Und wie immer in der Welt der Guten entsteht das rich­tig Gute nicht mit „das bekom­men wir schon irgend­wie hin!“, sondern mit der Frage „hast du’s auch wirk­lich verstan­den?“.

Klein erin­nert sich dazu gerne an seinen Ausbil­dungs­lei­ter Hr. Conz bei Bosch Verpa­ckungs­tech­nik in Waib­lin­gen. Der hatte den Indus­trie­me­cha­ni­ker- Lehr­ling erst dann auf eige­nen Beinen stehen lassen, wenn er der Meinung war, dass wirk­lich alles zu 100 % gelernt war. Dieses Ziel ist und bleibt seit jeher das Ziel von jedem Hundert­pro­zen­ti­gen.

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