Januar ist die Zeit der guten Vorsätze und der schnel­len Verbote. Kaum ein Lebens­mit­tel landet dabei so oft am Pran­ger wie Brot. „Macht Brot dick?“, „Ist es abends tabu?“ und „Ist Gluten gefähr­lich?“. Die Liste der Fragen ist lang. Und für viele ist Brot plötz­lich ein Thema, obwohl es ihr ganzes Leben selbst­ver­ständ­lich war. Zeit, aufzu­räu­men. Denn die Wissen­schaft zeigt sehr klar: Brot kann ein echter Baustein gesun­der Ernäh­rung sein, wenn man das Rich­tige wählt und bewusst kombi­niert.

Voll­korn: der Alltags­held


Viele grei­fen zu Voll­korn wie zu etwas Beson­de­rem. „Eigent­lich nehme ich das Helle, aber heute…“ sagt man dann. Dabei steckt im vollen Korn genau das, was der Körper am drin­gends­ten braucht: Schale, Keim­ling und Mehl­kör­per – und damit Ballast­stoffe, Vitamine, Mine­ral­stoffe und wert­volle Pflan­zen­stoffe. Studien zeigen: Wer regel­mä­ßig Voll­korn­pro­dukte isst, lebt länger und gesün­der.

Voll­korn ist nicht nur ein „Fitness­brot“, sondern ein Alltags­brot. Eins, das Ener­gie gibt, statt auszu­brem­sen. Im Beruf, im Fami­li­en­all­tag, beim Trai­ning oder einfach zwischen zwei Termi­nen.

Warum Voll­korn mehr kann als Satt­ma­chen

  • Magne­sium unter­stützt Muskeln und Nerven.
  • Eisen hilft, Sauer­stoff im Körper zu trans­por­tie­ren.
  • Zink stärkt Haut & Immun­sys­tem.
  • Sekun­däre Pflan­zen­stoffe wirken wie kleine Schutz­schilde im Hinter­grund.

Zwei Schei­ben Voll­korn­brot am Tag
brin­gen bereits spür­bare Balance
Beson­ders reich an wert­vol­len Inhalts­stof­fen sind Roggen, Hafer, Dinkel und Emmer. Gerne beglei­tet durch Lein­sa­men, Sonnen­blu­men­kerne und Walnüsse. Helle Mehle liefern zwar schnell Ener­gie,
aber kaum Vital­stoffe. Das führt dazu, dass der
Blut­zu­cker rasch steigt und ebenso schnell wieder fällt. Die Folge: Heiß­hun­ger.

Voll­korn dage­gen macht länger satt. Nicht das Brot ist also das Problem, sondern die Sorte.

„Die Quali­tät steckt im Korn. Ein gutes Brot macht satt, nicht müde. Es stärkt, statt zu belas­ten. Entschei­dend ist, wie es gemacht ist.“
Tobias Maurer

Welche Getrei­de­sorte passt zu mir?

Weizen – der Allroun­der
Bauern­baguette, Ciabatta Grande

Mild, elas­tisch, viel­sei­tig: Weizen ist gut verträg­lich und liefert im Voll­korn­typ viele B‑Vitamine sowie Vitamin E. Für die meis­ten Menschen ist er eine stabile Grund­lage, da er den Blut­zu­cker mode­rat anstei­gen lässt und gleich­mä­ßige Ener­gie liefert.

Dinkel – würzig und mine­ral­stoff­reich
Dinkel-Voll­korn Brot, Dinkel­wür­fel

Dinkel enthält oft etwas mehr Mine­ral­stoffe (z. B. Magne­sium, Zink) und bringt durch seinen leicht nussi­gen Geschmack ein aroma­ti­sches Profil mit.

Roggen – der Sätti­gungs­meis­ter
Roggen­misch­brot

Roggen hat den höchs­ten Ballast­stoff­an­teil der klas­si­schen Brot­ge­treide. Das sorgt für lange Sätti­gung, stabi­len Blut­zu­cker und eine aktive Darm­flora. Ideal für alle, die Heiß­hun­ger vermei­den wollen.

Emmer und Einkorn – die Urkör­ner
Dinkel-Emmer Brot

Diese alten Getrei­de­ar­ten sind reich an Mine­ral­stof­fen und Anti­oxi­dan­tien, etwa Caro­ti­no­iden. Sie bieten eine hohe Nähr­stoff­dichte und unter­stüt­zen durch ihre Viel­falt eine ausge­wo­gene Ernäh­rung. Ihr inten­si­ver Geschmack macht sie ideal für Menschen, die nähr­stoff­rei­che Abwechs­lung suchen.

Hafer – der Ener­gie­lie­fe­rant
Spor­tivo Brot, Frisch­korn­brot

Hafer ist bekannt für seine Beta-Glucane, lösli­che Ballast­stoffe, die den Chole­ste­rin­spie­gel senken und den Blut­zu­cker beson­ders sanft regu­lie­ren. Ein idea­ler Beglei­ter für Sport­le­rin­nen und Sport­ler oder Menschen mit erhöh­tem Ener­gie­be­darf.

Gluten einfach erklärt

Gluten ist das natür­li­che Kleber­ei­weiß im Getreide. Es sorgt dafür, dass der Teig zusam­men­hält, aufgeht  und das Brot seine Struk­tur bekommt. Gleich­zei­tig trägt Gluten dazu bei, dass das Brot saftig und länger frisch bleibt. Für Menschen mit Zöli­a­kie oder einer nach­ge­wie­se­nen Unver­träg­lich­keit braucht es spezi­elle gluten­freie Produkte. Für die meis­ten ist Gluten gut verträg­lich und sogar eine wich­tige Eiweiß­quelle.

Getrei­de­freies

„Ganz ohne Getrei­de­mehl“


Weil Tobias Maurer Brot liebt, hat er für alle,
die ab und zu auf Getreide verzich­ten möch­ten – oder müssen – ein Brot entwi­ckelt, das ohne Korn
auskommt und trotz­dem wie Brot schmeckt: unser Getrei­de­freies (bisher „MEHL-OHNE“).

Die Basis bilden Saaten, Samen und Kerne wie Lein­sa­men, Kürbis­kerne oder Floh­sa­men. Dadurch entsteht ein safti­ges, aroma­ti­sches Brot, das von Natur aus gluten­frei, kohlen­hy­drat­arm und eiweiß­reich ist.

Die vielen Kerne und Saaten liefern wert­volle Mine­ral­stoffe wie Magne­sium, Zink und Selen, während die Kombi­na­tion aus Eiweiß, gesun­den Fetten und einem hohen Ballast­stoff­ge­halt lange satt macht.

Unser Getrei­de­freies ist damit die ideale Brot-Alter­na­tive für alle, die sich vegan, hefe­frei, gluten­frei* oder einfach bewusst ernäh­ren möch­ten.

„Weil ich Brot Liebe, möchte ich, dass möglichst viele Menschen echtes Brot essen können und verste­hen, was es für ihren Alltag leis­ten kann.“

Tobias Maurer

Fragen, die wir endlich klären können

Macht Brot dick?
Kommt auf die Sorte, Verar­bei­tung und Menge an. Mit Voll­korn oder Getrei­de­freiem ist man immer auf der siche­ren Seite.

Darf ich abends Brot essen?
Ja, entschei­dend ist, welches Brot und wie viel. Getrei­de­frei oder Voll­korn sind abends völlig in Ordnung.

Ist Gluten für alle schäd­lich?
Nein. Nur für Menschen mit Zöli­a­kie oder echter Unver­träg­lich­keit rele­vant.

Ist Brot leere Ener­gie?
Nein. Hand­werk­lich gemach­tes Brot steckt voller Nähr­stoffe, vor allem wenn das ganze Korn drin ist.

Brot braucht Zeit

Ein gutes Brot besteht nur aus weni­gen Zuta­ten. Was den Unter­schied macht, ist die Zeit: lange Teig­ruhe, natür­li­che Fermen­ta­tion, Geduld.

Warum Teig­ruhe gut tut
Wenn ein Teig über Stun­den ruht, bauen Enzyme und Milch­säu­re­bak­te­rien Gluten und Stärke teil­weise ab. Das entlas­tet die Verdau­ung und sorgt für eine sanf­tere Blut­zu­cker­re­ak­tion.

Sauer­teig als natür­li­cher Helfer Sauer­teig bringt Milch­säu­re­kul­tu­ren mit, die das Brot verträg­li­cher machen und eine posi­tive Wirkung auf die Darm­flora haben können.

Was wirk­lich zählt

Ernäh­rung ist kein Wett­be­werb. Es geht nicht darum, im Januar alles zu verän­dern, sondern darum, bewusste Entschei­dun­gen zu tref­fen. Ein paar ehrli­che Refle­xi­ons­fra­gen helfen dabei:

✓ Macht mich mein Essen satt oder nur kurz froh?
✓ Wie fühle ich mich nach einer Mahl­zeit?
✓ Esse ich, weil ich Hunger habe oder aus Gewohn­heit?
✓ Habe ich meinem Körper heute etwas Gutes getan?

Wer diese Fragen ab und zu stellt, kommt auto­ma­tisch zu einer Ernäh­rungs­weise, die guttut und alltags­taug­lich ist.

 

« Alle Maga­zin­bei­träge